Selbermachen

Hier halte ich es mit Maria Montessori: "Hilf mir, es selbst zu tun!" und mit Konfuzius: "Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können."

Fotos

Kinder lieben es, Fotos zu machen. Ein Haufen davon sind Quatschfotos oder verwackelt, aber es sind immer auch tolle dabei. Manchmal treffe ich zur besseren Übersichtlichkeit eine Vorauswahl, bevor wir eine Bildauswahl treffen. Unscharfe/verwackelte Bilder lösche ich dann gleich.

Folgende Regeln bespreche ich:

  • Immer die Hand in der Schlaufe oder den Riemen um den Hals!
  • Nicht rangeln oder laufen, wenn du eine Kamera in der Hand hast!
  • Nicht vorn aufs Objektiv patschen!
  • Vergewissere dich, dass du fotografieren darfst!
    An manchen Orten ist das Fotografieren verboten.
    Du musst du immer zuerst fragen, ob du jemanden fotografieren und ggf. das Foto veröffentlichen darfst.

Es gibt einen Haufen toller Methoden, bei denen Fotos gemacht werden: Ralleys, Fotosafaris, Spiele etc. Hierfür eignen sich auch iPads/Tablets sowie Handys gut. Bei BYOD sind allerdings die Datenschutz-Aspekte nicht ganz so übersichtlich.

Website

Eigene Websites sind ein wunderbarer Weg, (nicht nur) Medienkompetenz zu fördern!

  • Vielfältige Inhalte: Texte, Fotos, Blogs, Videos, Audios, Zeichnungen, Navigation.
  • Durch ein CMS (Content Management System) können im Prinzip sogar Grundschulkinder schon Inhalte einpflegen, weil sie dazu nicht programmieren können müssen. Und wenn man auch die Grundgestaltung und den Aufbau gemeinsam plant, ist der Lerneffekt um ein Vielfaches größer.
  • Bei eigenen Websites hat man die datenschutzrechtlichen Aspekte im Griff. So kann ein hier geführter Blog beispielsweise Grundschulkinder mit den Grundlagen von Social Media bekanntmachen, während sich die Nutzung von echten Social Media eigentlich verbietet. Filme können z.B. über Dailymotion eingebetten werden. Als französischer Dienstleister unterliegt Dailymotion der europäischen Datenschutzverordnung.
  • Diesen und andere rechtliche Aspekte wie Urheber- und Persönlichkeitsrechte kann man hervorragend bei der Pflege der Website vermitteln.
  • Redaktionelle Fragen: z.B. "Ist das noch aktuell? Wie schnell müssen Inhalte online gehen, damit sie interessant sind?", "Was ist für unsere Zielgruppe spannend und geeignet?", "Wie schaffen wir es, dass die Leute unsere Seite immer wieder besuchen?" etc.
  • Verschiedene Schwerpunkte möglich: journalistisch, Präsentation für z.B. Eltern (z.B. mit Bildergalerien, Filmen), Dokumentation (Blogs, Forschertagebücher etc.)
Rätsel

Attraktive und funktionierende Rätsel zu entwickeln, ist nicht immer leicht. Mir macht es einen Heidenspaß. Aber auch Kinder/Jugendliche können sich mit ein wenig Anleitung gute Rätsel ausdenken. Im Zweifelsfall: Zeichnungen dafür liefern geht sowieso immer. Ich sammle seit Jahren Anregungen für Rätsel, z.B aus Kinderzeitschriften. Die Grundstruktur wende ich dann auf das entsprechende Thema des Rätsels an.

Hier sind mal ein paar Beispiele aus den Rätselwettbewerben der Homepage der Grundschule Pastorenweg:

Gitterrätsel
Gitter aus ca. 8 x 8 Feldern. Man verteilt die zu suchenden Wörter und füllt anschließend mit Buchstaben wahllos auf.

Logiko
Finde ich schwer zu entwickeln. Ich lasse ein Bild zum Thema malen (meist stelle ich aus Teilzeichnungen eine neue zusammen, das muss aber nicht so sein) und lege dann entsprechende Hinweise fest. Beispiel

Labyrinth
Man kann wahlweise ganze Labyrinthe zeichnen lassen oder nur Teile, die man einbaut. Beispiel

Wimmelbild
Fotos oder Zeichnungen mit vielen Dingen drauf machen, das können schon Grundschüler. Es gibt Wimmelbilder, auf denen etwas zu suchen ist, und solche, wo etwas gezählt werden muss. Beispiel

Fehler finden I
Hier werden in der Kopie eines Bildes (Zeichnungen günstiger) einige Details geändert. Dazu braucht man ein Bildbearbeitungsprogramm, in dem man Farben ändern und Teile wegretuschieren kann. Beispiel

Fehler finden II
Hierfür wird eine kurze Geschichte geschrieben, die eine bestimmte Anzahl von Fehlern enthält.

Kreuzworträtsel
Die einfache Variante, in der sich aus definierten Buchstaben verschiedener Antworten das Lösungswort ergibt, ist recht unkompliziert zu machen. Wir haben dazu eine programmierte Lösung, in der die Antwort-Worte waagerecht eingetragen werden und sich senkrecht ein Lösungswort ergibt. Man kann das aber auch schlicht machen, indem der geforderte Buchstabe in Klammern dabeisteht. Beispiel   Beispiel

Matherätsel
Dazu braucht man eine Rechnung, die man dann in eine Textaufgabe wandelt. Falls Sie Schüler* in die Entwicklung einbeziehen möchten: Ich würde behaupten, dass Schüler* dafür relativ viel Anleitung brauchen, bis sie das Prinzip verstanden haben. Beispiel

Wörter/Buchstaben ergänzen
Das geht mit Gedichten, in denen die Reime gefunden werden müssen, ebenso wie mit einzelnen Wörten, in denen Buchstaben fehlen. Ich bereite das ganze immer nett auf, damit es auch optisch ansprechend ist. Beispiel        Beispiel

Wusellinien
Eine Reihe von irgendwas oben/links eine Reihe von etwas unten/rechts und sich kreuzende, wuselige Linien, die die Teile verbinden. Ganz einfach. Beispiel

Begriffe finden
Ein oder mehrere Begriffe werden umschrieben und müssen geraten werden.

Formen erkennen
Dazu überlagert man in einem Bildbearbeitungsprogramm die gezeichneten Umrisse von Dingen, so dass es unübersichtlich wird. Zwei Varianten: Dinge benennen (bei verschiedenen) oder zählen (bei im Prinzip gleichen, aber unteschiedlich großen Formen). Beispiel

Buchstabensalat
Das Prinzip ist das eines Anagrams, aber ich mache es immer mit Bildern von Buchstaben. Beispiel

Filme

Trickfilme, Erklär-Videos, Dokumentationen, Kurzfilme... die Möglichkeiten sind vielfältig. Vielfältig ist auch der Nutzen. Ich glaube, nirgends lernen Kinder so viel in so kurzer Zeit wie bei einem Filmprojekt.

Ein Film ist ein Team-Ding, d.h. der Ablauf wird gemeinsam geplant und sollte allen klar sein. Die Beantwortung der W-Fragen finde ich hilfreich: wer, was, wann, wie, wo? Daraus entwickeln wir ein Skript, also einen Ablaufplan, in dem notiert wird, was wann passiert und wer wofür zuständig ist. Gerne zeichne ich ein Storyboard dazu, aus dem ggf. auch die Kameraeinstellungen (z.B. nah oder Totale) ersichtlich sind. Das Skript/Storyboard liegt beim Dreh bereit, damit man jederzeit nachschauen kann, was dran ist. Hilfreich finde ich auch To-do-Listen, auf denen man gemeinsam abhakt, was erledigt ist.

Trotz allem: Flexibel bleiben! Ja, es ist hilfreich, wenn ein Film vorher gut durchdacht ist, aber man sollte nicht steif an etwas festhalten, das sich aus welchen Gründen auch immer nicht umsetzen lässt. Und manche Dinge muss man auch nicht bis ins Detail planen. Zweifellos gibte es Fälle, in denen sinnvoll und wichtig ist, dass die Texte vorher geschrieben und geprobt werden. Genauso kann man es oft auch laufen lassen und darauf vertrauen, dass die Teilnehmer* die besprochenen Inhalte spontan prima umsetzen. Zur Not dreht man die Szene einfach nochmal. Bei Stop-Motion-Filmen ist allerdings erfahrungsgemäß eine gute Planung und Vorbereitung empfehlenswert, weil man sonst schnell im Chaos versinkt. 

Ich finde, einen Film zu machen sollte Spaß machen. Gängelei und Starrheit rauben den Spaß. Gleichwohl achte ich auf die Umsetzung der definierten inhaltlichen Eckpunkte und auf die Einhaltung bestimmter Regeln (z.B. im Umgang mit Aufgaben und zum Transport von Dingen), damit am Ende ein Ergebnis entsteht, mit dem alle zufrieden sind. 

Filme an der Grundschule Pastorenweg